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Einleitung
Fassaden und Wände
Böden
Treppen
Plandetails für CAD
Basiswissen: Böden aus Naturstein
Böden im Außenbereich
Bodenbeläge aus Naturstein im Außenbereich sind hohen Belastungen ausgesetzt, beispielsweise durch Feuchtigkeit. Die Frostsicherheit und Tausalz-Beständigkeit ist daher ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl des geeigneten Gesteins. Die Frostbeständigkeit ist abhängig von der Wasseraufnahme des Steins. Viele Natursteine sind beständig gegen Tausalz. Gelangt in Wasser gelöstes Streusalz über Fugen und Kapillaren in die Mörtelbettung, kann es den Verbund zwischen Stein und Verlegebett beeinträchtigen.
Bei der Planung von Natursteinbelägen ist auf eine kontrollierte Entwässerung der Steinoberfläche zu achten. Die Beläge und der Verlegeuntergrund müssen dazu mit einem Gefälle verlegt werden. Das Gefälle hängt von der Rauigkeit der Steinoberflächen ab: Das Gefälle sollte mindestens 1,5 % betragen, raue Flächen sollten 2-3 % Gefälle aufweisen.
Das Verlegebet sollte wasserdurchlässig sein. Um in den Untergrund eingedrungenes Wasser rasch abzuleiten, bewähren sich die Verwendung von drainagefähigem Einkornmörtel.
Fugen gleichen Maßtoleranzen und die thermische Ausdehnung der Steinplatten aus. Bei gesägten Platten bis 60 cm Kantenlänge beträgt die Fuge ca. 4 mm oder darüber, bei größeren Kantenlängen 5 mm oder darüber. Auch bei unregelmäßigen Platten sollten die Fugen nicht breiter als 15 mm sein.
Böden im Außenbereich müssen trittsicher sein. Die geeigneten Oberflächenbearbeitungen sind
unter anderem geflammt, jetgestrahlt, sandgestrahlt, gestockt oder diamantgesägt.
Die Mindestdicke der Steinplatten hängt von der Beanspruchung, der Materialfestigkeit, den Plattenformaten, der Verlegetechnik und dem Untergrund ab.Bei einer Verlegung im Mörtelbett oder auf Kies/Sandschichten dürfen Platten nicht dünner als 30 mm sein.
Böden mit hohen Verkehrslasten müssen im gesamten Aufbau ingenieurmäßig geplant werden!
Die Mörteldicke beträgt bei einer Dickbettverlegung 10-40 mm. Sie ist nicht als Lastverteilerschicht geeignet.
Außenbeläge können nach der Buttering-Floating-Methode auch mit Dünnbettmörtel auf einer Lastverteilerschicht verlegt werden.

Granitbelag mit 14 cm Plattenstärke in der Fußgängerzone Kärntnerstraße in Wien
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Beläge für Terrassen und Balkone
Natursteinplatten dürfen nur auf tragfähigem Untergrund verlegt werden. Über Wärmedämmungen oder Trittschalldämmungen ist eine Lastverteilerschicht anzuordnen. Bei nicht-befahrenen Belägen ist im Wohnbereich mit Belastungen von 1,5 kN/m2 zu rechnen.
Bei Verlegung über Erdreich ist ein wasserundurchlässiges Erdplanum mit Gefälle von 1,5-3 % herzustellen. Als Tragschicht und Frostschutzschicht dient eine verdichtete Kiesschicht mit mindestens 15 cm Dicke. Die Kies/Sandbettung misst 3-5 cm.
Beläge über einer Betontragschicht ohne Abdichtung werden in einem 20 mm dicken Mörtelbett im Verbund mit der tragfähigen Betondecke verlegt. Steinplatten und Tragschicht müssen ein Gefälle von 1,5-3 % aufweisen. Aufgrund von Staunässe im Mörtelbett sind bei dieser Verlegung Verfärbungen und Kalksinter auf der Steinoberfläche möglich. Unsere Fachbetriebe beraten Sie dazu gerne!
Beläge mit Trennschichten (z.B. PE-Folien), die keinen Verbund zum Untergrund besitzen, erfordern einen Estrich zur Lastverteilung von mindestens 35 mm Dicke zwischen Trennschicht und Verlegemörtel. Die Verlegung erfolgt im Dick- oder Dünnbettmörtel auf dem Estrich. Die Trennschicht ist mit ausreichendem Gefälle zu verlegen.
Beläge auf Kiesbettungen
Gering beanspruchte Böden im privaten Gartenbereich können auf einer 3-5 cm starken Bettung aus Sand und Split bis 8 mm Korngröße verlegt werden. Über Dämmschichten ist eine sickerfähige Schüttung zur Lastverteilung von mindestens 5 cm Dicke erforderlich. Bettung und Steinoberfläche müssen gezielt entwässert werden. Filtervliese oder Drainschichten unterstützen die Entwässerung bei Sickerwaser.
Beläge für Wege, Straßen und Plätze
Ein geeigneter Unterbau und dem Verwendungszweck angepaßte Tragschichten sind die Voraussetzung für dauerhafte, ebene Plattenbeläge. Wasserdurchlässige Tragschichten müssen ein Gefälle oder eine geeignete Drainage aufweisen.
Plattenbeläge für befahrbare Wege und Plätze sind in einem 3 cm dicken Mörtelbett zu verlegen. Die Platten sollen vollflächig aufliegen, um Plattenbrüche zu vermeiden.
Beläge im Verbund über einer Betontragschicht werden in einem rund 3 cm dicken Mörtelbett verlegt. Staunässe wird durch die Verwendung von sickerfähigem Mörtel auf Dränbeton vermieden.
Die Tragfähigkeit der Steinplatten wird von der Dimensionierung der Betontragschicht beeinflußt.
Pflasterbeläge
Pflaster aus Naturstein ist die älteste Bauweise für befestigte Straßen und Plätze. Für Pflastersteine sind witterungsbeständige Gesteine zu wählen. Die Tragschicht muss stabil und sickerungsfähig sein und zusammen mit dem Unterbau dem jeweiligen Verwendungszweck anzupassen.
Verlegeuntergrund und Pflasteroberfläche müssen ein ausreichendes Gefälle von 3 % in der Längs- und Querneigung aufweisen.
Bei einer Verlegung auf einer Kiesschicht wird ein Pflasterbett aus Sand oder ein Brechsand-Split-Gemisch aufgebracht. Die Dicke beträgt nach dem Abschütteln 4-6 cm für Großpflaster und 3-4 cm für Kleinpflaster. Im Sand- oder Kiesbett verlegte Beläge sind nur für selten befahrene Flächen zu empfehlen.

Verlegung von Kleinsteinpflaster
Bei einer Verlegung im Mörtelbett
auf einer gebundenen Tragschicht werden die Pflastersteine im haufwerkporigen Mörtel versetzt. Bettung und
Tragschicht müssen Feuchtigkeit ohne Nässestau abführen können.
Bei starren Pflasterbelägen sind Dehnungsfugen über Fugen in der Tragschicht oder bei Anschlüssen an
Gebäude anzuordnen.
Hochbeanspruchte Bodenbeläge
Befahrbare Bodenbeläge aus Naturwerkstein werden durch LKW, Reinigungsmaschinen und andere Fahrzeuge mit hohen Radlasten stark beansprucht. Besonders auf Wende- und Umkehrflächen treten hohe Scherkräfte auf. Auch häufiges Bremsen und Anfahren führt zu einer starken Belastung durch Horizontalkräfte. Die Tragfähigkeit der Bodenplatten ist abhängig von der zulässigen Biegezugfähigkeit des Naturwerksteins und der Bettung der Platten. Zur besseren Abtragung von Horizontalkräften sollen hochbelastete Platten keine gesägten, sondern möglichst raue Seiten- und Unterflächen haben. Bei LKW- und Busverkehr ist mit Radlasten von 40 kN zu rechnen, bei Schwerverkehr mit 50 kN.
Unsere Fachbetriebe beraten Sie dazu gerne!
Böden im Innenbereich
Wegen seiner hohen optischen Qualität wird Naturstein gerne für Bodenbeläge in Innenräumen gewählt. Für Bodenbeläge in Innenräumen eignen sich die meisten Natursteine. Einschränkungen gelten für stark brekziöse Steine, Steine mit starken Tonadern und Sorten mit geringer Kornbindung oder zu weichem Mineralbestand. Angesichts der Vielzahl der verfügbaren Steinsorten bietet der Fachbetrieb eine sachgerechte Beratung. Das gilt auch für die jeweiligen Abweichungen in Farbe, Struktur und Textur je Gestein.
In Innenräumen sind feine Oberflächenbearbeitungen üblich. Gebräuchlich sind geschliffene bis polierte Platten, aber auch spaltraue, sandgestrahlte und gebürstete Flächen sind häufig.
In Eingangsbereichen sollen die Platten der Rutschfestigkeitsklasse R9 entsprechen, die in der Regel mit einem Schliff mit Korn C120 erreicht wird.
Die Plattendicke richtet sich nach der Beanspruchung, der Gesteinsfestigkeit, dem Plattenformat, der Verlegetechnik und dem Untergrund. Natursteinfliesen
mit Kantenlängen bis 40 cm müssen mindestens 7 mm dick sein. Die Verlegung erfolgt im Dickbett- oder Dünnbettmörtel. Dabei ist auf eine
Eignung
des Mörtels für die Verwendung für Naturstein zu achten.

Bodenbelag im Red Bull-Hauptquartier in Fuschl
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Verlegung auf Betondecke
Werden auf den Belagsaufbau keine Anforderungen hinsichtlich Wärme-, Trittschallschutz und Abdichtung gegen Feuchtigkeit gestellt, können Naturwerksteinplatten mit einem Mörtelbett direkt auf
einer Betondecke verlegt werden. Zum Schutz vor Verfärbungen muss die Betondecke ausgetrocknet sein.
Verlegen im Verbund mit Estrich auf Trennschicht
Im Verbund mit einem Estrich auf einer Trennschicht können Naturwerksteinplatten im Dickbett- oder Dünnbett verlegt werden.
Die Stärkee des Dickbetts beträgt 10-20 mm, bei Dünnbett mit kalibrierten Platten beträgt die Mörtel- oder Kleberdicke 2-5 mm.
Bei einer Verlegung auf schwimmendem Estrich muss der tragende Untergrund zur Aufnahme des schwimmenden Estrichs ausreichend fest, eben und trocken sein.
Das Plattenformat hängt von der Beanspruchung, der Dicke und den technischen Werten der Platten sowie der Verlegetechnik ab. Platten sollten ein Seitenverhältnis unter 3:1 aufweisen.
Bei Heizestrich sind die Felder auf 40 m2 zu begrenzen. Dabei sind
ausreichende Dehn- und Bewegungsfugen vorzusehen.
Fugen der Estrichfelder müssen vom Naturwerksteinbelag übernommen werden.
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Das Leistungsangebot der VÖN-Betriebe umfasst Fassaden- und Wandverkleidungen,
Boden- und Stufenbeläge, Tür- und Fensterumrahmungen,
Fensterbänke, Terassenbeläge und Aussenstiegen, handwerkliche
Steinmetzarbeiten, Marmor- und Granitfliesen, Antikmarmor
und Steinmosaike, Wasserbausteine, Pflastersteine, Pflasterplatten,
Rand-, Bord- und Leistensteine, Massivstufen und Stiegen anlagen außen und innen, Blockstufen,
Brücken- und Portalverkleidungen, Brunnenanlagen, Steine
für die Gartengestaltung und Platzgestaltung, Restaurierung / Denkmalpflege,
Küchenarbeitsplatten, Bäder und vieles mehr aus Marmor, Granit, Kalkstein, Sandstein, Schiefer, Quarzit, Onyx und allen anderen Gesteinen.
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